Serien & Ergebnisse: Welt des Motorsports

Formelsport, Sportwagen, Tourenwagen

Als Formel-Fahrzeug bezeichnet man einsitzige Rennwagen ohne Dach und mit freistehenden Rädern.

Im Laufe einer Karriere im Formelsport sind die einzelnen Stufen relativ klar verteilt:
Üblicherwiese beginnt ein Fahrer nach dem Kartsport in einer Serie die zur Stufe 4 gehört und arbeitet sich Schritt für Schritt nach oben bis zur Stufe 1.
Dort ist natürlich die Formel 1 die Königsklasse, es gibt aber auch andere Serien mit vergleichbaren Autos wie etwa die Indycars.

Es ist eher unüblich im Lauf einer Karriere eine Stufe zurückzuschreiten. Manche Fahrer haben dies jedoch erfolgreich für einen Neustart der Karriere genutzt, wie etwa im Jahr 2006 Timo Glock der zurück zur GP2-Serie (Formelsport Stufe 2) wechselte oder Edoardo Mortara 2010 von der GP2 zurück in die Formel 3 (Formelsport Stufe 3).

Formelsport Stufe 4 »

Formelsport Stufe 3 »

Formelsport Stufe 2 »

Formelsport Stufe 1 »

In den meisten Formelserien gilt auch: Je höher die Serie anzusiedeln ist, desto höher das fahrerische Potential. Dabei wird die Anzahl der verfügbaren Plätze immer geringer.
Ein Pilot der keine Chance auf eine Fortsetzung der Formelkarriere sieht, wechselt oft in den Bereich Tourenwagen/Sportwagen.
Hier sind zum einen die Kosten deutlich geringer, zum anderen die Anzahl der Fahrerplätze viel höher.

Nicht ganz so klar wie bei den Formel-Serien ist die Karriere-Leiter bei den Tourenwagen und Sportwagen verteilt.
Beginnt ein Rennfahrer seine Karriere nicht im Formelsport, dann gibt es für den Einstieg in vielen Ländern nationale Markenpokale und kleinere Tourenwagenserien mit seriennahen Fahrzeugen.
Später gibt es für Profifahrer in mehreren Bereichen attraktive Serien. Zudem gibt es für Amateure auch Möglichkeiten in einem sehr leistungsfähigen Fahrzeug der obersten Stufe anzutreten.

Markenpokale »

Tourenwagen »

Sportwagen GT »

Sportwagen Prototypen »

Ganz oben bei den Sportwagen sind die Prototypen anzusiedeln, die auch bei den 24 Stunden von LeMans jährlich um den Gesamtsieg fahren. Dort und in diversen Serien gibt es je nach Reglement andere Kategorien mit teils etwas leistungsschwächeren Protoypen, die mehr oder weniger mit Amateuren besetzt sind.

Als GT-Fahrzeuge (italienisch "Gran Turismo") im ursprünglichen Sinn bezeichnet man renntaugliche "große Reisewagen". Dies sind keine Prototypen - üblicherweise muss es eine gewisse Anzahl der Rennversion entsprechenden Straßenfahrzeugen geben. Hier gibt es einige sehr hochkarätig besetzte Meisterschaften sowie viele für Amateure bestimmte Meisterschaften.
Manche als "Tourenwagen" bezeichnete Serien sind von der Fahrzeugleistung den GT-Fahrzeugen ebenbürtig, wie etwa das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) oder die australischen V8 Supercars. Im Gegensatz zu den GT-Serien werden hier oft auch 4-türige Karosserien von Stufenheck-Limousinen verwendet, auch wenn sich darunter ein "echtes" Rennfahrzeug verbirgt. In der Regel sind diese Serien mit Profifahrern besetzt und für nicht wenige Rennfahrer auch das Karriereziel.

Weitere Tourenwagenserien mit verschiedenen Reglements gibt es in einer Vielzahl von Ländern und Regionen dieser Welt. Auch hier kann das Fahrerfeld je nach Serie stark unterschiedlich sein. Hervorzuheben ist hier die FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft (WTCC), die trotz der weniger leistungsstarken Fahrzeuge auch als Karriereziel von Profifahrern angesehen werden kann.

Darunter gibt es noch eine große Menge diverser Markenpokale (Serien mit identischen Fahrzeugen auf Basis eines Straßenfahrzeugs). Als aktuelle Beispiele sind hier Fahrzeuge wie Mini, Seat Leon, Renault Megane bis hin zum Porsche Carrera zu nennen, wobei letzterer leistungsmäßig bereits auf GT-Niveau liegt.
Während es im Formelbereich unüblich ist, dass ein Fahrer längere Zeit in einem kleinen Fahrzeug verbringt, finden sich in Markenpokalen oft Fahrer, die über viele Jahre hinweg der gleichen Serie treu bleiben.