Blogeintrag vom 28.03.2014

IndyCar Saisonstart

🕔28.03.2014 👤Michael Zenger, Speedsport Magazine
IndyCar Saisonstart
Foto: © IndyCar Series

Die IndyCar Saison 2014 beginnt an diesem Wochenende in Florida und im Vergleich zur letzten Saison hat sich einiges geändert:

Zuerst fällt der Kalender auf: Saisonstart am 30.März und das Finale am 30.August. Die kompakte Abfolge an Rennen im Sommer und das extrem frühe Ende wird viel kritisiert. Ziel der Veranstalter ist, Einladungsrennen nach der Saison und die Stärkung der Medienpräsenz.
Fraglich, ob dieses Ziel erreicht wird, wenn von den IndyCars über ein halbes Jahr nichts zu hören ist.

Auch etwas geändert ist das Punktesystem: Für die drei 500-Meilen Rennen auf den Ovalkursen in Indianapolis, Pocono und Fontana gibt es künftig doppelte Punkte. Angesichts der zurückzulegenden Strecke wirkt das durchaus berechtigt - und nicht als künstliche Spannungserzeugung wie beim Saisonfinale der Formel 1.

Auf Fahrerseite wird viel über die Rückkehr von Juan Pablo Montoya gesprochen - wie wird sich der Ex-Meister nach vielen Jahren NASCAR schlagen?
Außerdem gibt es neue Chancen für große Namen: Tony Kanaan, IndyCar Meister von 2004, übernimmt das Cockpit von Dario Franchitti, der aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden musste. Sebastian Bourdais, seines Zeichens mehrfacher Meister bei den ChampCars, übernimmt Kanaans Cockpit bei KV.

Dazu kommen vier Rookies: Michael Aleshin und Carlos Huertas kommen aus der Formel Renault, Jack Hawksworth und Carlos Munoz aus der IndyLights. Letztere hat allerdings auch schon einige Rennen bei den IndyCars starten dürfen und zählt somit nur bedingt als echter Neuling.


Ebenfalls am Wochenende startet der Unterbau, die IndyLights Serie. Seit einigen Jahren ist diese Serie nur noch ein Schatten früherer Zeiten. Um die Jahrtausendwende hießen die Meister Tony Kanaan, Cristiano da Matta, Oriol Servia, Scott Dixon. Aber wer kann auswendig die Meister der letzten Jahre aufzählen? Die Funktion, Spitzenpiloten für die IndyCars auszubilden, gelingt eher mäßig. Zu schwach die fahrerische Qualität, zu dünn die Starterfelder. Außerdem fährt man seit über 10 Jahren mit dem gleichen Dallara-Boliden, die Einführung eines neuen Fahrzeug wurde aus Kostengründen verschoben.
2015 soll aber dann das neue Fahrzeug kommen und damit die Serie wieder zu alter Stärke finden.

Für den Saisonstart 2014 haben sich nur 12 Autos gemeldet.
Darunter sind aber immerhin bekannte Namen, die schon einige Erfolge vorzuweisen haben: Etwa Ex-GP2 Siegfahrer Luiz Razia, der amtierende Auto GP Meister Vittorio Ghirelli, mit Jack Harvey der britische Formel 3 Champion von 2012 und auch Matthew Brabham, amtierender Meister der US Star Mazda Serie.