Blogeintrag vom 13.02.2015

Winterserien

🕔13.02.2015 👤Michael Zenger, Speedsport Magazine
Winterserien
Foto: © Toyota Racing NZ

Wenn sich junge Nachwuchspiloten über den Winter fit halten wollen, dann bieten sich zur Zeit zwei Formelserien auf Formel 3 ähnlichem Niveau abseits des kalten Europa an: Die Toyota Racing Series in Neuseeland und die indische Formel 2000 alias "MRF Challenge".

In Indien gibt es die Formel 2000 seit Ende 2012, die aktuelle Wintersaison ging vor zwei Wochen zu Ende.
Da sich die 12 Rennen auf nur 3 Rennwochenenden verteilen, und dabei noch eine Pause von mehr als 2 Monaten besteht, wirkt der Kalender etwas unausgeglichen.
Die Folge: Eine hohe Anzahl von Fahrerwechsel zwischen den Rennen. Nur 9 Piloten haben die ganze Saison bestritten.

Auch das zunächst medial besonders hervorgehobene Duell Lauda/Hunt war effektiv gar keines. Die Söhne der früheren Formel 1 Weltmeister, Freddie Hunt und Mathias Lauda, trafen nur bei den ersten Rennen aufeinander - und das auf der Strecke nur bedingt, da sich Hunt regelmäßig am Ende des Feldes wiederfand, Lauda immerhin ein Rennen gewinnen konnte.

Neben dem Sieger der Serie, dem Briten Toby Sowery, liegt in dieser Serie ein Hauptaugenmerk darauf, einen künftigen indischen Formel 1 Piloten hervorzubringen. MIt Tabellenplatz 3 hat sich hier Raj Bharath empfohlen.

Auch in Neuseeland ist ein Inder gut unterwegs: Arjun Maini liegt vor dem letzten Rennwochenende auf Platz 2 der Meisterschaft.

Die Toyota Racing Series wirkt deutlich professioneller aufgestellt: Die 16 Rennen teilen sich auf 5 Rennwochenenden auf, diese komprimiert innerhalb von nur 5 Wochen. Fast alle der 20 Piloten bestreiten die ganze Saison.
Das Fahrerfeld kann sich sehen lassen - der Großteil der Spitzenpiloten in Neuseeland wird sich im Sommer in der Formel 3 EM wiederfinden.

Für Raj Bharath und Arjun Maini geht es darum herauszufinden, ob einer der beiden ein kommender Star aus Indien wird. Und deren Erfolg wird einen Hinweis geben, welche der beiden Winterserien im nächsten Jahr der beste Ort für Nachwuchspiloten im Winter ist.