Blogeintrag vom 20.02.2026
Mit diesem Technik-Trick will Ferrari die Konkurrenz ausbremsen
Foto: © Ferrari S.p.A.
Die Scuderia Ferrari verblüfft wieder einmal ihre Konkurrenz. Das legendäre italienische Team hat für die a href="/motorsport/formel-stufe1/formel-1/2026-kalender.html">nächste Saison der Formel 1 nicht nur eine ideale Mischung aus jugendlichem Ehrgeiz und Erfahrung gefunden, sondern scheinbar auch eine neuartige technische Lösung, die der Konkurrenz den Auspuff zeigen soll.
Staunen bei der Konkurrenz
Das Technik-Update sorgte bereits beim zweiten Test in Bahrain für große Augen bei den anderen Formel-1-Teams. Mit einem Auspuff-Trick möchte man den Konkurrenzen genau jenen zeigen und deren Autos 2026 hinter sich lassen. Diesen jetzt noch nachzubauen, scheint nahezu unmöglich zu sein.
Der SF-26 erhielt vor dem Test ein kleines Update, das für ungläubiges Staunen sorgte. Das Leitblech auf der hinteren Crash-Struktur hinter dem zentralen Auspuffrohr wäre in dieser Form laut den Regeln der Formel 1 so eigentlich nicht möglich. Doch Ferrari hat einen Weg gefunden, um, wie schon vor mehr als zehn Jahren, die Abgase aerodynamisch nutzen zu können. Das ist eigentlich nicht möglich, schließlich schreibt das Reglement vor, dass sich hinter dem Auspuffrohr keine Karosserieteile befinden dürfen.
Kreative Auslegung des Reglements?
Doch Ferrari hat laut italienischen Medien das Layout der Hinterachse des neuen Autos so verändert, dass man das Leitblech in den Auspuffstrom versetzen darf. Denn auch die Bodywork-Regularien schreiben genau vor, wie dieses auszusehen hat, und das hat man bei Ferrari zu eigenem Vorteil genutzt. Der Trick bestand darin, die Position des Differenzials und damit der Antriebswellen, besonders weit nach vorne zu legen.
Laut dem Reglement der Formel 1 können die Konstrukteure in diesem Fall 60 Zentimeter dahinter Bodywork-Teile anbringen. Diese Regelung ermöglichte das Anbringen des Leitblechts hinter dem zentralen Auspuffrohr. Doch diese Form der Konstruktion stellt einen massiven Kompromiss dar. Wenn Ferrari bereit war, diesen beim Fahrwerk des Autos einzugehen, müsste der Vorteil schon enorm sein, spekuliert jetzt die Konkurrenz.
Wird 2026 so spannend wie noch nie?
Ferrari gilt unter Beobachtern als Mitfavorit für den Titel im Jahr 2026. Schon das Vorjahr brachte mit der Ablöse von Serienweltmeister Max Verstappen durch Lando Norris im McLaren-Mercedes einen Umbruch, dieser könnte sich in der kommenden Saison fortsetzen. Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton mussten sich im Vorjahr mit den Plätzen 5 und 6 begnügen, die Technik könnte die Scuderia Ferrari wieder an die Spitze befördern.
Doch auch Red Bull mit Max Verstappen wird 2026 alles daransetzen, den knapp verlorenen Titel zurückzuerobern. Der österreichische Getränkekonzern Red Bull hat schließlich ein Siegerimage zu verteidigen und zelebriert dieses hauptsächlich beim Heimat-Grand-Prix in der Steiermark. Wenn Verstappen und Co. über den Red Bull Ring rasen, ist ihnen die Aufmerksamkeit sicher.
Kein Wunder also, dass dann nicht nur die Fans und Medien verstärkt auf die Formel 1 blicken, sondern auch die Online Casinos. Die Übersicht der Plattformen von Casino.org in Österreich zeigt, dass die Königsklasse des Motorsports auch hier dominiert. Doch die Konkurrenz in diesem Jahr wird hart, denn auch Ferrari möchte zurück an die Spitze. Um dies zu sicherzustellen, haben die Italiener offenbar tief in die Trickkiste gegriffen.
Höhere Drehzahl und stärkerer Abgasstrom
Das neue Leitblech steht steil in den Abgasstrom und könnte so die Luft unter dem Heckflügel massiv beschleunigen. Das hätte zur Folge, dass deutlich mehr Antrieb generiert würde. Dieser Luftstrom könnte sogar Auswirkungen auf den darunter positionierten Diffusor haben, spekulieren jetzt Beobachter der technischen Innovation der Italiener.
Diese hat auch Auswirkungen auf die Fahrweise der Ferrari-Piloten. Das wurde auch Bahrein sichtbar. Während die Fahrer zunächst noch in den Kurven 1, 8 und 10 im üblichen Gang nahmen, schalteten sie in der zweiten Testwoche einen Gang weiter nach unten. Das hatte Auswirkungen auf die Drehzahl und den Abgasstrom. Wenn die Piloten im ersten statt wie bisher im zweiten Gang fuhren, erhöhten sie so die Drehzahl und damit auch den Abgasstrom. So maximierten sie ihren Technik-Trick im 1. Gang.
Rotierender Heckflügel
Doch damit nicht genug, sorgte Ferrari in der Folge ein weiteres Mal für Staunen unter den Zuschauern beim Testen. Am vorletzten Testtag in Bahrain ließ Lewis Hamilton den Heckflügel-Flap auf der Geraden ein halbes Mal um die eigene Achse rotieren. Der neue Heckflügel ließ die Beobachter verwundert ihre Augen reiben. Schließlich klappten die beiden Flaps auf Knopfdruck nicht nur nach oben, wie man das bisher von Ferrari gewohnt war, sondern drehten sich ein halbes Mal um die eigene Achse. Danach hingen die Flaps kopfüber waagrecht über dem Rest des Flügels. Vor der Kurve drehten sie sich wieder in ihre ursprüngliche Position zurück.
Eine genaue Analyse der Videobilder zeigt anschließend, dass sich der Heckflügel in geöffneter Position ein wenig nach oben hin durchbog. Der Sinn der Konstruktion dürfte in der Suche nach noch mehr Effizienz liegen. Durch die Drehung dürfte Ferrari versuchen, den Luftwiderstand so weit wie möglich zu reduzieren.
Vom Reglement gedeckt
Auch diese technische Innovation könnte vom bestehenden Reglement der Formel 1 gedeckt sein. Immerhin schreibt dieses nicht vor, wie weit die Heckflügel rotieren dürfen. Selbst die Größe der Lücke zwischen dem Hauptblatt des Flügels und den Flaps ist nicht mehr limitiert. Das war in der Vergangenheit noch anders. Vorgeschrieben wird lediglich, dass der Flügel auf einer Geraden weniger Abtrieb liefern muss als in einer Kurve, doch dies ist lediglich der Logik geschuldet und wird durch das Umschalten vor der Kurve in den Normalzustand eingehalten.
Sollten sich die technischen Innovationen, als entscheidend im Kampf um die Sekunden auf der Strecke erweisen, hat die Konkurrenz von Ferrari ein großes Problem. Schließlich lassen sich diese nicht so schnell kopieren, weil sie umfangreiche Umbauten des jeweiligen Autos nötig machen würden. Dem steht zudem die Budgetobergrenze im Weg, das macht ein Nachziehen noch schwieriger. Ob Ferrari den Stein der Weisen gefunden hat, wird das erste Rennen der Saison zeigen. Dieses findet vom 6. bis 8. März 2026 in Melbourne/Australien statt.
