Speedsport KW 10/26: Indycar in Phoenix und Beginn der neuen F1 Ära

Blogeintrag vom 12.03.2026

Speedsport KW 10/26: Indycar in Phoenix und Beginn der neuen F1 Ära

Speedsport KW 10/26: Indycar in Phoenix und Beginn der neuen F1 Ära
Foto: © Penske Entertainment: Joe Skibinski

Speedsport Magazine: Motorsport-Highlights der Woche (KW 10 / 2026)



IndyCar: Rasmussen dominiert – und verliert


Phoenix ist ein Oval, auf dem Hero und Zero eng beieinanderliegen und alles in Sekunden kippen kann. Und genau das passierte am Samstag. Christian Rasmussen hatte das Rennen über weite Strecken absolut im Griff – 69 Runden an der Spitze, das vermutlich schnellste Auto im Feld. Dann, kurz vor Schluss, kam der Moment, der das Rennen entschied: ein ungestümes Manöver, das ihn selbst mir beschädigtem Fahrzeug weit zurückwarf. Kyle Kirkwood übernahm kurz die Führung – und Josef Newgarden nutzte frische Reifen um sich kurz vor der Zielflagge vorbeizuschieben. Sieg für Penske, Großer Enttäuschung bei ECR.

Rasmussen beendete das Rennen auf Rang 14. Sein Kommentar danach war ehrlich: Das Auto war das Beste an diesem Tag – das Ergebnis nicht. Newgarden, der 2025 kaum vorne mitmischte und erst beim letzten Rennen in Nashville gewann, steht nach zwei Rennen plötzlich an der Spitze der Meisterschaft mit 78 Punkten. David Malukas in erst seinem zweiten IndyCar-Start für Penske fuhr von der Poleposition auf Platz drei. Alex Palou hingegen schied früh aus – Rinus VeeKay versuchte außen zu überholen, die beiden berührten sich, und der Titelverteidiger war raus. Wichtige Punkte gingen damit verloren, die am Ende der Saison fehlen könnten.

Formel 1: Melbourne eröffnet die Ära 2026


Lang erwartet, heiß diskutiert – und dann doch irgendwie vertraut. Die Formel 1 startet mit einem komplett neuen Reglement in die Saison: überarbeitete Power Units, aktive Aerodynamik, ein anderes Kräfteverhältnis zwischen Verbrenner und Elektroantrieb. Melbourne sollte zeigen, was das in der Praxis bedeutet. Die Antwort war: Mercedes fährt deutlich vorne. George Russell gewann vom Start weg und nutzte ein virtuelles Safety Car für den entscheidenden Boxenstopp auf die harten Reifen – danach war das Rennen gelaufen. Teamkollege Kimi Antonelli folgte auf Platz zwei, Charles Leclerc sicherte Ferrari Rang drei. Die weiteren Teams – darunter Red Bull, McLaren – liegen weit weg.

Was die Fahrer selbst beschäftigte: Die Überholmanöver in der ersten Rennhälfte waren zahlreich – aber nicht immer das Ergebnis von Fahrkönnen. Die neuen Energieregeln sorgen dafür, dass ein Fahrer mit vollem Akku einen Gegner mit leerem schlicht überholt, ohne dass der sich wirklich wehren kann. Für die Zuschauer sorgt das oberflächlich für viel Rennaction aber die großartigen Manöver bleiben wortwörtlich auf der Strecke.

Formel 2: Rodin scheitert an sich selbst


Im Sprintrennen setzte Joshua Dürksen gleich ein Ausrufezeichen – Sieg in Rennen eins, genauso wie im Vorjahr. Der Paraguayer mit deutschen Wurzeln fährt in seiner dritten Formel 2 Saison nun im Spitzenteam Invicta Racing und will um die Meisterschaft mitreden.

Das Hauptrennen gehörte dann Nikola Tsolov (Campos Racing) – auch wegen eines Geschenks, das ihm seine Konkurrenten machten. Martinius Stenshorne und Alex Dunne, die beiden Rodin-Piloten, schieden beide aus, nachdem Dunne beim Überholen seines Teamkollegen in Kurve eins die Bremspunkte falsch einschätzte und die beiden kollidierten. Ein Doppelausfall, für beide Sieganwärter. Tsolov fuhr durch, Rafael Câmara wurde Zweiter vor Laurens van Hoepen.