Speedsport KW 16/26: Jubliäum für Toyota

Blogeintrag vom 22.04.2026

Speedsport KW 16/26: Jubliäum für Toyota

Speedsport KW 16/26: Jubliäum für Toyota
Foto: © Andrew Buchen

Speedsport Magazine: Motorsport-Highlights der Woche (KW 16 / 2026)



FIA World Endurance Championship: 6 Stunden von Imola


Das war kein einfacher Sieg. Toyota hat den Saisonauftakt der WEC in Imola gewonnen - mit dem neuen TR010 Hybrid, beim 100. WEC-Einsatz der Japaner, als 50. Gesamtsieg der Marke in der Serie.

Den ganzen Tag über lieferten sich der #8 Toyota von Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi und der #51 Ferrari AF Corse 499P von James Calado und Alessandro Pier Guidi ein enges Duell. Ferrari hatte die Pole, Ferrari hatte die etwas höhere Pace, aber Toyota hatte die bessere Strategie. Ein entscheidender Moment: Nach dem zweiten Reifenwechsel nutzte Toyota ein Virtual Safety Car, um vier frische Reifen zu holen, ohne die Führung zu verlieren.

Danach übernahm der #7 Schwester-Toyota von Kamui Kobayashi eine Rolle als rollende Sperre. Kobayashi fuhr auf alten Reifen und konnte das Tempo von Buemi nicht mitgehen, aber er hielt PierGuidi in Schach, lange genug um den Abstand auf über zehn Sekunden anwachsen zu lassen. Als Kobayashi zum letzten Stopp kam und Giovinazzi freie Fahrt hatte, war der Kampf bereits entschieden. Buemi brachte den Sieg mit 13 Sekunden Vorsprung nach Hause, auch wenn leichter Regen in der Schlussphase kurz für Nervosität sorgte.

Der #50 Ferrari ruinierte sein Rennen selbst: Ein Drive-Through warf das Auto weit zurück, am Ende wurde es Sechster anstatt einer möglichen Podiumsposition. Ähnliches ereilte den #12 Cadillac, der nur als 13. ins Ziel kam. Peugeot, in der Qualifikation noch überraschend stark auf Platz vier, spielte im Rennen keine Rolle und fiel auf Platz zwölf zurück. Positiv dagegen: Genesis Magma Racing mit dem neuen GMR-001, der sich bis in die vorletzte Stunde auf der Führungsrunde hielt – ein respektables Debüt.

In der LMGT3-Klasse gab es Drama bis zur letzten Kurve. Garage 59 und der #10 McLaren LMGT3 Evo hatten den Sieg praktisch in der Tasche: Marvin Kirchhöfer lag eine halbe Stunde vor der Zielflagge vorne, als ein Elektrikdefekt das Auto zum Stehen brachte. Bitter für ein Team, das in seinem WEC-Debüt so stark aufgetreten war. Davon profitierte Dan Harper im #69 BMW M4 LMGT3 Evo vom Team WRT. Aber leicht war es nicht: Nicky Catsburg in der Corvette Z06 LMGT3.R jagte ihn bis zur Schlussphase und war am Ende nur 0,265 Sekunden dahinter. Ein Zittersieg für das WRT-Rookietrio McIntosh, Thompson und Harper.

IndyCar: Grand Prix of Long Beach


Felix Rosenqvist hatte alles in der Hand. Der Schwede startete von der Pole, führte das Rennen über weite Strecken und schien auf Kurs zu einem längst überfälligen Sieg. Dann kam der letzte Boxenstopp – und mit ihm Alex Palou.

Der Chip Ganassi Racing-Pilot nutzte einen etwas schnelleren Stopp, um Rosenqvist zu überholen, ohne ihn auf der Strecke angreifen zu müssen. Das ist Straßenkurs-IndyCar in seiner reinsten Form: Wer überholen will, geht oft lieber an die Box als in den Kampf. Palou kam heraus, lag vorne – und ließ sich nicht mehr einholen. Am Ende betrug der Vorsprung knapp vier Sekunden. Dritter wurde Teamkollege Scott Dixon, dahinter Kyle Kirkwood.

Für Palou war es der dritte Saisonsieg, der erste in Long Beach überhaupt – und ein weiterer Beleg dafür, dass der Spanier derzeit schlicht der kompletteste Fahrer im Feld ist. Rosenqvist dagegen darf sich zu Recht ärgern: Das Rennen war seins, bis es das nicht mehr war.

IMSA WeatherTech Championship: Long Beach


Auch die IMSA Meisterschaft war in Long Beach dabei, Renger van der Zande und Nick Yelloly gewannen im #93 Acura ARX-06 von Meyer Shank Racing das Rennen: Acuras erster Sieg beim Heimrennen in Long Beach seit 2009. Das Duo startete von der Pole und behielt die Führung auch durch mehrere späte Restarts souverän bis ins Ziel.