Speedsport KW 35/2026: Doppelschlag in Milwaukee, Palou ist Meister

Blogeintrag vom 03.09.2026

Speedsport KW 35/2026: Doppelschlag in Milwaukee, Palou ist Meister

Speedsport KW 35/2026: Doppelschlag in Milwaukee, Palou ist Meister
Foto: © Penske Entertainment: Joe Skibinski

Speedsport Magazine: Motorsport-Highlights der Woche (KW 35 / 2026)



IndyCar Milwaukee



Ein Wochenende, das selbst für IndyCar-Verhältnisse aus dem Ruder lief: Rennen 1 in Milwaukee wurde am Samstag wegen Regens unterbrochen, mehrfach umdisponiert und schließlich erst am Sonntagabend – nach Rennen 2 – zu Ende gefahren.

Perfekt gemeistert hat das Durcheinander Pato O'Ward. Der Mexikaner gewann zunächst Rennen 2 mit einem Manöver gegen David Malukas, ehe er am Abend auch das fortgesetzte Rennen 1 für sich entschied und damit sein eigenes "Daily Double" perfekt machte. Ein perfektes Wochenende, auch wenn der Titel für ihn längst außer Reichweite ist.

Der Champion heißt Alex Palou: Mit Platz zehn im zweiten Rennen sicherte sich der Spanier vorzeitig seinen fünften IndyCar-Titel und den vierten in Folge – damit zieht er mit Sébastien Bourdais gleich und liegt in der ewigen Bestenliste nur noch hinter A.J. Foyt und Teamkollege Scott Dixon. Um Platz zwei bleibt es dagegen extrem eng: Christian Lundgaard (507 Punkte) liegt vor Kyle Kirkwood (505) und O'Ward (503) – nur vier Zähler trennen die drei vor dem Saisonfinale.

IndyNxt Milwaukee



Josh Pierson lieferte in Milwaukee zunächst eine perfekte Vorstellung: Von der Pole gestartet, fuhr der Andretti-Pilot einen komfortablen Vorsprung heraus, ehe ein Dreher in die Mauer alles zunichtemachte. In der Meisterschaft bleibt es weiter offen: Nikita Johnson führt vor dem Finale mit 19 Punkten vor Enzo Fittipaldi, Tymek Kucharczyk liegt 48 Zähler zurück – Pierson selbst rangiert mit deutlichem Rückstand nur auf Platz elf.

GT World Challenge Europe – Endurance Cup



Beim vierten Saisonlauf am Nürburgring lieferte Comtoyou Racing einen nahezu perfekten Auftritt: Marco Sörensen, Mattia Drudi und Nicki Thiim führten von der Pole bis zur Zielflagge und siegten im Aston Martin Vantage GT3 vor dem WRT-BMW von van der Linde/Pepper/Weerts – Astons erster Gesamtsieg am Nürburgring in der Serie.

Die eigentliche Nachricht des Tages war aber der Titel: Dank einer 10-Sekunden-Strafe für den zunächst zweitplatzierten Garage-59-McLaren rutschte der Mercedes-AMG von Winward Racing (Lucas Auer, Maro Engel, Luca Stolz) noch auf Platz vier – genug, um sich den Fahrertitel im Endurance Cup vorzeitig zu sichern, ein Rennen vor Saisonende in Portimão.