Speedsport KW 36/2026: Antonellis Monza-Sieg, Ferrari rettet Austin

Blogeintrag vom 10.09.2026

Speedsport KW 36/2026: Antonellis Monza-Sieg, Ferrari rettet Austin

Speedsport KW 36/2026: Antonellis Monza-Sieg, Ferrari rettet Austin
Foto: © Ferrari S.p.A.

Speedsport Magazine: Motorsport-Highlights der Woche (KW 36 / 2026)



Formel 1: Monza


Kimi Antonelli hat für einen der emotionalsten Monza-Sonntage der letzten Jahrzehnte gesorgt. Wegen einer Motorenstrafe nur von Startplatz 19 losgefahren, arbeitete sich der Mercedes-Youngster bis Runde 18 an die Spitze und ließ sich den Sieg danach nicht mehr nehmen. Als erster Italiener seit Ludovico Scarfiotti 1966 gewann er sein Heimrennen in Monza, vor Teamkollege George Russell zum Mercedes-Doppelsieg und Max Verstappen auf Rang drei.

Für Ferrari wurde aus dem erhofften Heimspiel ein Debakel. Charles Leclerc krachte bereits in Runde vier schwer in die Reifenstapel an der Parabolica, nachdem er sich zuvor mit Teamkollege Lewis Hamilton aneinandergeraten war, daraufhin musste das Rennen musste mit roter Flagge unterbrochen werden.

Antonelli baute mit dem Sieg zugleich seine WM-Führung aus: 66 Punkte trennen ihn nun von Russell.

Formel 2: Monza


Im Rahmenprogramm sorgte Joshua Dürksen für die seltenen Fall, dass ein Fahrer beide Rennen an einem Wochenende gewinnt. Der Deutsch-Paraguayer gewann zunächst von Startplatz sieben aus den Sprint, ehe er im Hauptrennen von der Pole aus auch Teamkollege Rafael Câmara in einem engen Schlussduell bezwang. Es war sein achter F2-Sieg insgesamt und vierter der Saison.

In der Tabelle hat sich einiges bewegt: Nikola Tsolov bleibt mit 177 Punkten Erster, doch Câmara rückte dank Platz 2 am Sonntag bis auf 11 Punkte heran (166) – zuvor betrug der Rückstand noch rund 24 Zähler. Gabriele Minì ging in Monza leer aus und fiel mit 147 Punkten auf Rang drei zurück, 30 Punkte hinter Tsolov.

Formel Regional European Championship: Imola



Nicht weit entfernt hat sich in Imola der Titelkampf beim vorletzten Saisonwochenende der FREC komplett gedreht. Newcomer Oleksandr Bondarev feierte bei seinem Debüt eine echte Sensation: Von der Pole aus gewann der 17-jährige Ukrainer das dritte Rennen und hielt dabei Titelanwärter Emanuele Olivieri auf Distanz.

Olivieri selbst war der eigentliche Gewinner des Wochenendes. Mit Pole, Sieg und schnellster Runde im ersten Rennen sowie Platz zwei hinter Bondarev im dritten drehte der Italiener einen Rückstand von 20 Punkten in einen Vorsprung von 20 Punkten um und führt nun mit 200 Zählern vor Sebastian Wheldon – nebenbei sicherte er sich bereits vorzeitig den Rookie-Titel. Reno Francot rundete mit zwei dritten Plätzen ein starkes Wochenende ab, während der bisherige Spitzenreiter Kean Nakamura-Berta nach einem enttäuschenden Auftritt auf Rang drei der Tabelle zurückfiel.

FIA WEC: Austin



Das Lone Star Le Mans in Austin bot Langstrecken-Drama in Reinform. Eine erste Safety-Car-Phase kurz vor Rennhalbzeit bestrafte all jene, die auf eine abweichende Boxenstrategie gesetzt hatten, und brachte das Feld wieder zusammen. Toyotas Nyck de Vries übernahm danach souverän die Führung und baute sie über Stunden aus – bis eine zweite Safety-Car-Phase in der Schlussstunde das Geschehen erneut durcheinanderwirbelte.

Es kam noch dramatischer: Rund zehn Minuten vor Schluss stoppte ein Hydraulikproblem den sicher geglaubten Toyota-Sieg. Profiteur war der Ferrari #50 von Nielsen, Fuoco und Molina – der erste Saisonsieg für die Scuderia. Der Cadillac #38 rückte nach einer Strafe für Alpine auf Platz zwei vor, während Alpine sich mit Rang drei über das erste Podium der Saison 2026 freuen durfte.

Bitter verlief das Rennen dagegen für Ferraris zweites Auto, den von der Pole gestarteten #51, der nach einer verunglückten Strategie nur Elfter wurde und leer ausging. Auch BMW blieb ohne nennenswerte Ausbeute: Beide Boliden konnten nie in dien Kampf um die vorderen Plätze eingreifen und kamen nicht über Rang acht beziehungsweise zwölf hinaus. In der Herstellerwertung bleibt es dadurch eng: Toyota führt mit 140 Punkten vor BMW (131) und dem nun bis auf 26 Zähler herangerückten Ferrari (114). In der Fahrerwertung führen Frijns/Rast weiterhin unverändert, da weder ihr BMW #20 noch der Toyota #7 von de Vries/Kobayashi/Conway in Austin punkteten.