Blogeintrag vom 29.03.2013

FIA GT Serie - Saisonvorschau

🕔29.03.2013 👤Michael Zenger, Speedsport Magazine
FIA GT Serie - Saisonvorschau
Foto: © FIA GT Series

Kommendes Wochenende startet die neue FIA GT Serie. Diese Serie tritt die Nachfolge der GT1-Weltmeisterschaft an und blickt somit auf eine lange und wechselhafte Geschichte zurück.

Im Vergleich zur GT1-WM liegt das Augenmerk wieder mehr auf der Kombination von Profi- und Amateurfahrern und geht somit zurück zu den Wurzeln, die bis zur BPR GT-Serie zurückreichen.

Auch wenn die GT1-WM speziell in der Saison 2010 sportlich absolut hochklassigen und spannenden Motorsport gezeigt hat, wurde wegen des aufrund der Kosten schrumpfenden Starterfeldes nun ein Neustart dringend nötig.

Ein Blick auf die 26 Autos umfassende Meldeliste der Saison 2013 zeigt: mit Erfolg!

Die Hälfte der Fahrzeuge sind meiner Meinung nach auch stark besetzt. Dass diese Nennungen teils zur Pro/Am-Wertung gehören, lasse ich in dieser Übersicht unbeachtet.

McLaren MP4-12C GT3
Ein besonders prominentes neues Team ist Sebastien Loeb Racing - mit dem Rallyestar als Fahrer. Zusammen mit Alvaro Parente dürfte er, genauso wie Andreas Zuber und Mike Parisy, eine schlagkräftige Paarung darstellen.
Dazu kommt Dörr Motorsport, wodurch sich mit Niclas Kentenich und Daniel Keilwitz die Anzahl der Siegerkandidaten mit McLaren auf 3 erhöhen.

BMW Z4 GT3
Im BMW-Lager sehe ich ebenfalls drei Sieg-Kandidaten.
Allerdings noch nicht beim Saisonstart: Das Vita4One Racing Team von Michael Bartels hat kurzfristig abgesagt. Die beiden brasilianischen BMW sind hochkarätig besetzt, es muss sich aber zeigen wie gut diese Besatzungen in Europa zurechtkommen.

Audi R8 LMS ultra
Drei potentielle Sieg-Paarungen sitzen auch im Audi - allesamt beim belgischen WRT Team. Dort besonders hervorzuheben: Im Auto mit der Nr.11 fahren mit Stephane Ortelli / Laurens Vanthoor die besten Fahrer der letztjährigen GT1-WM, die nun auch in der Nachfolgeserie mit am Start sind. Auch den Teamkollegen sowie dem Phoenix-Audi sind Spitzenplätze zuzutrauen.

Und Siegkandidaten der anderen Marken?
In einem Lamborghini Gallardo von Grasser Racing sind Harald Proczyk und Dominik Baumann (GT3-Europameister) unterwegs.
Jan Seyffarth fährt zusammen mit Ex-Formel1-Fahrer Karun Chandhok einen Mercedes-Benz SLS AMG GT3.

Das allein sind bereits 11 siegfähige Fahrzeuge!

In den erweiterten Favoritenkreis gesellen sich noch das Spitzenteam AF Corse mit einen Ferrari 458 Italia mit Filip Salaquarda und Fabio Onidi sowie die Nissan GT Academy mit Lucas Ordóñez und Alex Buncombe und die Mercedes SLS von Gravity Charouz.
Außerdem in Nogaro dabei: Zwei Ford GT sowie einige weitere Audi, BMW, McLaren und Ferrari.

Wie jedes Jahr bei den GT3-Fahrzeugen wird die Balance of Performance ein Thema sein. Wenn sich diese als gut getroffen erweist, stehen uns sehr spannende Rennen bevor.

Übrigens auch neu im deutschen Fernsehen: Die Rennen sind live bei RTL Nitro zu sehen!